Sommertour des Bürgermeisters – beim Bauhof geht’s zur Sache!

Bürgermeister Frank Groos hat nach seinem Besuch in einer KfZ-Werkstatt nun beim kommunalen Bauhof vorbei geschaut. 

Der Bauhof schmiegt sich mit seinem Betriebsgelände so unauffällig an den Fuß des Werschbergs an, wie seine Mitarbeiter sich um die Gemeinde kümmern. Denn es ist nicht selbstverständlich, dass wir saubere Straßen, leere Mülleimer, Grünanlagen überall in unserer Gemeinde vorfinden können.

Neben dem normalen Betrieb im Bauhof, der auch die Wartung vorhandenen Baustellenmaterials und des umfangreichen Maschinen- und Fahrzeugparks beinhaltet kümmert sich das Team des Bauhofes in der Gemeinde um viele kleine Reparaturen an Straßen, Anlagen, Liegenschaften und hält stets ein offenes Auge auf die Gemeinde, um Schäden durch frühes Erkennen klein und eben auch kostengünstig zu halten.

Manche Aufträge bekommen die Mitarbeiter im Bauhof über das Bauamt oder das Bürgerbüro, wo sich aufmerksame Bürger gemeldet haben, wenn ihnen etwas aufgefallen ist - da die Jungs natürlich nicht immer überall sein können, ist dieser Meldeweg sehr wichtig. Während im Frühjahr und Herbst der Grünschnitt im Vordergrund steht, ist im Sommer die Pflege von Anlagen und die Durchführung notwendiger Wartungsarbeiten von größerer Bedeutung. Früh aufstehen heißt es speziell in diesen Tagen, an denen schnell hohe Temperaturen erreicht und die oft körperlich anspruchsvollen Arbeiten im Freien zur Tortur würden. 

Nach einer kurzen Dienstbesprechung im Bauhof werden die Aufgaben an die Teams verteilt und dann schwärmen die Jungs mit ihren orangenen Kommunalfahrzeugen aus - wobei, der Traktor ist grün … 

Und wie groß das Gemeindegebiet tatsächlich ist, das erfuhr Bürgermeister Frank Groos während der Tour mit Carsten Viehmann.

(Schauen Sie mal selbst: www.gemeinde-brechen.de/gemeinde/zahlen-und-fakten/flaechenstatistik)

Man guckt immer links und rechts, das ist so drin, merkt Carsten wie selbstverständlich an. Und so war es eigentlich "nur" die Tour, bei der die rund 100 Mülleimer und 10 Hundestationen (Beutelspender inc. Abfallbehälter)  in der Gemeindemarkung kontrolliert, geleert und mit neuem Müllbeutel versehen werden sollten.

Doch schon an der Bushaltestelle in Werschau merkte Groos, wie sehr die Arbeit des Bauhofes scheinbar unbemerkt Hand in Hand geht, und wie ein großes Getriebe funktioniert, bei dem ein Zahnrad ins andere greift.

Denn kaum waren der Mülleimer geleert, drückte Carsten seinem Chef den Besen in die Hand - die Bushaltestelle wurde von grobem Unrat befreit und gekehrt, damit der später nachfolgende Kollege mit der Kehrmaschine den Dreck im nächsten Schritt maschinell aufnehmen konnte. 

An der Berger Kirche angekommen, schüttelte Carsten schon den Kopf, bevor Frank überhaupt erkannte, warum. Während sich jährlich oft über 100 Menschen aus verschiedenen Gemeindeorganisationen, Vereinen und Einzelpersonen auf den Weg machen und am offiziellen Umwelttag den Müll und Unrat aus der Landschaft lesen, der von anderen Zeitgenossen dort sinnfrei abgelegt wurde, ist natürlich zu bedenken, dass das nur die Spitze des Eisbergs ist - die unglaublich wichtig ist, auch für das Gemeinschaftsgefühl, doch wöchentlich finden sich an verschiedenen Stellen in unserer Gemeinde illegale Schutt- und Müllablagerungen.

Absolut unverständlich, denn in unserer Region gibt es geregelte Abfallbeseitigungen, die sogar - wie in diesem aktuellen Fall - für den Anlieferer Geld gebracht hätten, da es sich um ein altes Blechregal gehandelt hat, welches hier achtlos im Schatten der Berger Kirche ins Gras geschmissen wurde, woran sich Menschen und Tiere überdies verletzen könnten. 

Wenn man nicht, wie in diesen heißen Tagen, die Fenster schon früh morgens auf hat, würde man es wahrscheinlich gar nicht wahrnehmen - dieses Surren und Schnauben der Kommunal-Mehrfunktionsfahrzeuge. Im Winter kommen da noch Schneeschieber vorne dran und hinten ein Streuaufsatz und schon kümmert sich der Bauhof - dann natürlich deutlich wärmer angezogen - um die Winterreinigung auf unseren Wegen und Straßen. Durch die kleinen Fahrzeuge gelangen sie oft auch dahin, wo ein großer LKW nicht hingelangen würde. 

Der Bauhof ist auch da, wenn es darum geht, den Bürgerinnen und Bürgern in aktuer Not zu helfen, ob bei Feuer oder Wasser, wie zuletzt in Oberbrechen gesehen. Einige Mitarbeiter des Bauhofes sind auch in den Ortswehren in der Einsatzabteilung, was wiederum die Tageseinsatzstärke erhöht – und damit uns allen zu Gute kommt. 

Für ihren Chef hatte sich das Team ein kleines „BootCamp“ ausgedacht, denn bei 38°C Pflaster zu verlegen ist schon etwas für "harte Bürgermeister", aber Frank Groos hat sich hervorragend geschlagen - und durfte dann seinen wohlverdienten Feierabend antreten, wobei, ein Bürgermeister hat eigentlich nie Feierabend. Denn auch er wird mindestens bei größeren Schadenslagen mit alarmiert und das kann auch nachts und am Wochenende sein. 

Ein Tag voller Anerkennung und Wertschätzung des Chefs für seine Mitarbeiter, ein Tag voller Erfahrungen und Erkenntnisse eben Frank's Sommertour 2018.

 © Peter Ehrlich / FOTO-EHRLICH.de