Steioff: „Empathie, gegenseitige Wertschätzung und ein wenig Demut brauchen unsere Jugendlichen in der Gesellschaft von heute und Morgen!“

Mit hoher Wertschätzung, viel Gefühl und auch ein wenig Demut verabschiedete die Schule im Emsbachtal rund 90 Schülerinnen und Schüler, die ihre Abschlusszeugnisse aus der Hand Ihrer Klassenleitungen erhielten. Die Schülerinnen und Schüler ihrerseits drückten in Worten, mit herzlichen Umarmungen und liebevollen Geschenken, die sie zum Teil mit der gesamten Klasse für ihre Lehrer/innen vorbereitet hatten, ihre Dankbarkeit und ihre Wertschätzung gegenüber den Klassenlehrerinnen und -lehrern aus.

Eine besinnliche Feier voller Gefühle, schöner Liedtexte und mit großer Wertschätzung hatte zuvor, vorbereitet und begleitet von Christiane Laux (musikalische Leitung) und Carina Merth (inhaltliche Leitung) auf die offizielle Abschlussfeier eingestimmt.

Bevor Rektor Bernd Steioff die Bühne betrat und seine von einigen mit Spannung von einigen auch sicher mit weniger Vorfreude erwartete Abschlussfeierrede hielt, begrüßte Markus Schöffl, von der gleichnamigen Tanzschule Schöffl aus Limburg die Abschlusskandidatinnen und -kandidaten, die in den letzten Wochen nicht nur für die Abschlussarbeiten geschuftet hatten, sondern sich auch noch dem schweißtreibenden Tanztraining hingeben hatten, um nun ihren erstaunten Eltern zu präsentieren, warum sie sich so unnachahmlich in ihre wunderschönen Roben gewandet hatten.

Markus Schöffl, der auf Bitte seines langjährigen Freundes Bernd Steioff, nun schon seit über fünf Jahren die Abschlussfeier der Schule im Emsbachtal kombiniert mit einer Art Abschlussball durch sein school&dance-Projekt bereichert, war eigens für die Abschlussfeier nach Niederbrechen gekommen, obwohl in seiner Tanzschule in Limburg am gleichen Abend ein Abschlussball stattfand, um dafür Sorge zu tragen, dass die Niederbrecher Abschlussfeier durch die einstudierten Tänze einen würden Rahmen erhielt.

Rektor Steioff bedankte sich bei Markus Schöffl aufs Herzlichste und gab ihm eine Blumenstrauß für seine Frau Christine mit auf den Weg. „Es ist ein Beleg für Freundschaft und Wertschätzung, was Markus Schöffl hier macht, das soll auch in Zukunft so bleiben damit die Jugendlichen, die die Schule im Emsbachtal mit Anschlussprüfung verlassen, sich auch auf dem gesellschaftlichen Parkett bewegen können. Dazu gehöre laut Steioff neben dem Tanzen auch Benehmen auch Auftreten ähnlich wie es Freiherr von Knigge ehemals beschrieben habe. Aber genauso wichtig sei es, hob Steioff in seiner Abschlussrede hervor, dass wir alle in unserer täglichen Arbeit, insbesondere auch in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, aber auch die Erwachsenen untereinander wieder mehr gegenseitige Wertschätzung lebten und persönliche Demut zeigten und die oft fast nicht mehr zu ertragenden Befindlichkeiten und Eigenheiten wieder mehr zurück gestellt würden.

Es sei im Umgang miteinander, egal ob jung zu alt, Erwachsene zu Jugendlichen oder auch untereinander kaum mehr zu ertragen bzw. auszuhalten, wenn „jeder nur seine Egoismen füttere“, seine Person alleine wichtig nehme und dabei das Ganze, die Mitschüler, das Kollegium, den Elternbeirat, die Schule oder die gesamte Gesellschaft hinter seinen Bedürfnissen und Befindlichkeiten zurückstehen müssten.

Steioff appellierte damit aber nicht nur an die Abschlussschülerinnen und Schüler, denen er in einem hohen Maße Wissen, Können und Verantwortungsbereitschaft, sondern auch ein hohes soziales Engagement attestierte. Viele haben sich als Hilfsaufsichten in den Pausen zusammen mit den Lehrer, Helfer im Schülerkiosk, als Schulsanitäter oder im verpflichtenden Jahressozialpraktikum ausgezeichnet verhalten und das gelte es nicht nur zu loben, sondern auch nachhaltig zu machen. Rektor Steioff bat die Abschlussschülerinnen und Schüler sich im Einsatz um den Nächsten weiterhin zu bemühen und jedem Menschen mit Wertschätzung und Einfühlsamkeit zu begegnen, egal wie der Mitmensch aussieht, wo er herkommt oder welchen beruflichen Status er hat.

Nutzt das Internet, aber lasst euch nicht benutzen. Lasst Euch nicht durch das schnelle Internet beschleunigen, sondern nutzt alle Gelegenheiten zur Entschleunigung. Nutzt eure Zeit für leibhaftige Freundschaften und wahrhafte Begegnungen und nicht flüchtige Einträge bei Facebook und Co. Macht ehrenwerte Fotos aber entehrt Euch damit nicht, denn es wird damit zu viel Unfug gemacht.

Seit emphatisch, wertschätzend und gefühlvoll und achtet die Befindlichkeit des Anderen, weil Ihr selbst auch viele Befindlichkeiten habt und auslebt.

Um es auf einen Satz zu bringen, wie es auch Politiker, sagen würden, von denen Steioff bei seiner Begrüßung insbesondere Mathias Wagner von den Grünen, den Bürgermeister und Landrat Manfred Michel erwähnte, lebt den Artikel 1 unseres Grundgesetzes und achtet die Würde eines jeden Menschen.

Steioff bedankte sich bei den Klassenleitungen Holger Schmitt, sowie den Sozialpädagogen Anna Krmek und Jennifer Rücker, Manuela Woloschanowski, Jennifer Müller (alle Klassen 9), sowie Christiane Laux, Carina Merth und Marco Fremdt (alle Klassen 10). Seinen besonderen Dank stattete Rektor Steioff Frau Herborn und deren Tochter Jessica ab, die fast ganz alleine die Dekoration der Halle übernommen hatten und natürlich seinem Stellvertreter Thomas Roth, der in bewährt gekonnter Art die Technik bediente und dafür sorgte, dass alle mit dem richtigen Ton rüberkamen.

Zwei Personen erwähnte Rektor Steioff an diesem Abend nicht, weil sie es nicht wollten und übergab ihnen auch keinen Blumenstrauß, hatte beide aber sicher oft in seinen Gedanken, „denn ohne Sekretärin (Frau Horz) und Schulsozialarbeiterin (Frau Wagner) würde unsere Schule nicht so laufen wie sie es tut, nämlich einmalig gut, stellte Steioff abschließend bei einem kühlen Getränk fest.