Mit dem symbolischen Spatenstich wurde heute der Startschuss für die Erschließung des Gewerbegebietes "Barmbach" zwischen Niederbrechen und Oberbrechen gegeben. Auf einer Fläche von rund 34.000 Quadratmetern entsteht direkt an der B8 ein modernes Gewerbegebiet, das sowohl ansässigen Unternehmen Expansionsmöglichkeiten bietet als auch Raum für die Ansiedlung neuer Betriebe schafft.
Das ambitionierte Projekt ist ein bedeutender Schritt für die Gemeinde Brechen. Nach der vollständigen Realisierung werden voraussichtlich etwa 100 neue Arbeitsplätze entstehen. Zudem soll das Gewerbesteueraufkommen der Gemeinde langfristig gestärkt werden.
"Dieses Projekt ist gelebte Wirtschaftsförderung und ein wichtiger Baustein für die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde", betonte Bürgermeister Frank Groos beim Spatenstich. "Der Weg bis hierher war nicht einfach und verlangte viel Durchhaltevermögen. Umso mehr freut es mich, dass alle politischen Kräfte in der Gemeinde an einem Strang gezogen haben. Gemeinsam haben wir bewiesen, dass wir mit Hartnäckigkeit und Ausdauer auch anspruchsvolle Projekte zum Erfolg führen können."
Tatsächlich gestaltete sich die Planung als besonders herausfordernd. Zahlreiche Auflagen und Anforderungen der beteiligten Träger öffentlicher Belange mussten erfüllt werden, was eine gewisse Hartnäckigkeit und Ausdauer von allen Beteiligten erforderte. Die konstruktive Zusammenarbeit über alle Fraktionsgrenzen hinweg war dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Die Gemeinde Brechen investiert allein in diesem Jahr über drei Millionen Euro in das Projekt. Die Erschließungsarbeiten sollen zügig voranschreiten, um interessierten Unternehmen zeitnah attraktive Gewerbeflächen in verkehrsgünstiger Lage anbieten zu können.
Mit dem Gewerbegebiet "Barmbach" setzt die Gemeinde Brechen ein klares Signal für Wachstum und regionale Entwicklung.
Nach dem erfolgreichen Abschluss der archäologischen Untersuchungen im August dieses Jahres macht die Entwicklung des neuen Gewerbegebietes zwischen Niederbrechen und Oberbrechen den nächsten wichtigen Schritt: Die Erschließungsarbeiten werden nun ausgeschrieben.
Transparente Information vor Ort
Wie bei anderen großen Baumaßnahmen in der Gemeinde üblich, wurde nun auch an diesem Standort ein großes Banner installiert. Damit informieren wir unsere Bürgerinnen und Bürger bereits direkt vor Ort über das geplante Projekt und halten sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.
Zeitplan für die Erschließung
Die Gemeinde Brechen plant, mit den Erschließungsarbeiten im Februar 2026 zu beginnen. Die Fertigstellung ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Mit diesem Gewerbegebiet schafft die Gemeinde wichtige Flächen für Unternehmen und sichert Arbeitsplätze in der Region.

Am 24.02.2021 hat die Gemeindevertretung der Gemeinde Brechen beschlossen, zwischen Niederbrechen und Oberbrechen ein Gewerbegebiet zu entwickeln. Damit will man die Möglichkeit schaffen, heimischen Betrieben eine Entwicklungsperspektive zu geben und auch neue Betriebe anzusiedeln. Da Gewerbesteuer eine wichtige Einnahmequelle der Gemeinde ist, sollten Voraussetzungen geschaffen werden, um dieser Tatsache Rechnung zu tragen. Andere Flächen wurden in der Vergangenheit als ungeeignet identifiziert. Außerdem spricht die verkehrsgünstige Lage an der B8 für eine Gewerbefläche in der „Barmbach“.
Da das Gelände vor einigen Jahren bereits für eine damals geplante zentrale Sportanlage überplant war und die Grundstücke sich im Besitz der Gemeinde befinden, ist der Standort auch im Sinne einer nachhaltigen Flächenbewirtschaftung innerhalb der Gemeinde, gut geeignet. Die Topographie ist allerdings herausfordernd. Das Gelände muss terrassiert angelegt werden. Es entstehen ca. 34.000 qm Gewerbefläche und etwa über 100 neue Arbeitsplätze. Zunächst musste mit Hessen Mobil in zahlreichen Gesprächsterminen die Möglichkeit der Anbindung an die B8 geklärt werden. Dazu wurden umfangreiche Verkehrsgutachten erstellt und verschiedene Varianten der Erschließung geprüft. Darüber hinaus wurde durch ein zweistufiges Verfahren ein komplexes Bauleitplanverfahren durchgeführt und nahezu 50 Träger öffentlicher Belange bei den Planungen einbezogen.
Der Aufstellungsbeschluss wurde am 13.07.2021 gefasst und die Änderung des Flächennutzungsplans sowie der Bebauungsplan wurden am 12.04.2023 beschlossen. Eindreiviertel Jahre sind inzwischen für ein derart komplexes Bauleitplanverfahren ein völlig normaler Zeitraum. Hinzu kamen erforderliche Ausgleichsmaßnahmen und die Umsiedelung von Zauneidechsen, insbesondere die Anlegung eines Ersatzhabitats, was die die weitere Entwicklung zeitlich nachteilig beeinflusste sowie umfangreiche archäologische Untersuchungen. Nach bereits sehr aufwendigen Voruntersuchungen begannen die eigentlichen Grabungsarbeiten im Januar 2025, die im August 2025 planmäßig abgeschlossen wurden. Dazu wird es noch nach Auswertung der 400 Befunde, eine Infoveranstaltung für die Bevölkerung geben
Damit liegen nun alle bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen vor, um gut vier Jahre nach dem Aufstellungsbeschluss die Erschließungsmaßnahmen auszuschreiben. Der Beginn der Erschließung soll am 1.2.2026 erfolgen und im Frühjahr 2027 abgeschlossen sein.